Die Kleinsteins

 
Institut für Begabungsförderung - Diagnostik - Inklusion



Konzentrations- und Schulleistungstraining


Für schulischen Erfolg ist nicht nur der Intellekt maßgeblich, sondern vorwiegend die sogenannten „soft-skills“ wie soziale Integration, Konzentration, Arbeitsorganisation und Anstrengungsbereitschaft. Diese werden in verschiedenen Modulen vermittelt und spielerisch eingeübt:


Modul: Arbeitsorganisation und Lernstrategien

In diesem Modul werden grundlegende, für das erfolgreiche schulische Arbeiten unverzichtbare, Kenntnisse vermittelt, welche auf das effiziente Lernen und Arbeiten ausgerichtet sind. Gerade besonders begabte Kinder, lernen häufig nicht „richtig“ zu lernen, da ihnen in den ersten Grundschuljahren alles zufliegt und sie das „stupide“ Auswendiglernen ablehnen. Spätestens in der Sekundarschule führt dies dann zu schlechteren Noten, als es dem Potential entspricht. Auch berichten Eltern häufig von einem „totalem Chaos“ in den Arbeitsunterlagen, da diese Kinder meist ganz andere Dinge als relevant ansehen. Auch dieser Sachverhalt führt dann nicht selten zu Konflikten mit dem pädagogischen Personal. Daher liegt der Fokus in diesem Modul auf dem breiten Rahmen der Lern- und Arbeitsstrategien, welcher das schulische Lernen stützt. Insbesondere betrifft dies die Bereiche der kognitiven Organisationsstrategien, welche den gelernten Stoff in über Wissenslandkarten, Elaborations- und Reduktionsstrategien besser verankern und vernetzen. Der Kurs stärkt auch die metakognitiven Strategien, welche eine entscheidende Variable zum erfolgreichen, selbstgesteuerten Lernen darstellen, indem sie den Lernerfolg planen, überwachen und anpassen. Die letzte Säule des Moduls ist die des Ressourcenmanagements, welche vornehmlich motivationale Aspekte des Selbstmanagements und der Anstrengungsbereitschaft tangiert. Eingesetzt werden dabei beispielsweise Mind-Maps, Zeitpläne, Reflexionsbögen und Karteikartensysteme.


Modul: Konzentration und Wahrnehmung


Um vor schulischen Herausforderungen zu bestehen, ist nicht allein das Wissen oder der Intellekt maßgeblich, sondern auch die Fähigkeit, Arbeitsanweisungen adäquat zu repetieren und umzusetzen. Häufig scheitert dies an mangelnder Konzentration, was Eltern nicht selten verzweifeln lässt, da das Kind „hibbelig“ und unruhig ist und weder beim Unterricht noch bei den Hausaufgaben konzentriert der Tätigkeit nachgehen kann. Ein weiterer Punkt betrifft die Wahrnehmung, welche nicht zuletzt auf Grund der veränderten Sozialisations-und gesellschaftlichen Lebensbedingungen nicht selten unzureichend entwickelt ist. Hervorgerufen wird dies unter anderem durch das veränderte Freizeitverhalten, welches stärker von medialen Einflüssen und weniger vom umweltpädagogischen Erfahrungen geprägt ist. Auf Grund dieser Tatsache, sind Defizite im visuellen sowie auditiven, aber auch im grafomotorischen Bereich feststellbar, was im analog geprägten Unterricht zu Schwierigkeiten führt. Hier setzt dieses Modul an und wirkt mit dem Einsatz des Marburger Konzentrationstrainings, welches seit vielen Jahren große Erfolge bei Kindern mit und ohne Ad(H)S bringt, was auch durch großangelegte wissenschaftliche Studien (z.B. der Uni Trier und der Uni Göttingen) belegt werden konnte, entgegen. Vervollständigt wird der Kurs mit Material der Reformpädagogen Montessori und Nikitin sowie Modulen zum Training der optischen und auditiven Wahrnehmung.

Soziales Lernen 

Die Erfahrung vergangener Kurse und unserer Arbeit in öffentlichen Schulen zeigt, dass ca. 90% der Kinder und Jugendlichen deutliche Defizite in den Sozialkompetenzen haben. Dies betrifft nicht zwingend leicht äußerlich sichtbare Verhaltensformen wie Aggression oder Impulsivität. Es können auch Bereiche der Selbstwahrnehmung und -steuerung sein und tangiert damit maßgeblich die Lebensqualität der Schülerinnen und Schüler. Bedingt durch eventuelle negative Schulerfahrungen ist beispielsweise die Lust am Lernen verlorengegangen. Häufig mussten wir auch feststellen, dass im schulischen Alltag oft Selbstwertverletzungen durch Lehrer oder Erzieher herbeigeführt werden, welche sich nachhaltig auf das Selbstbewusstsein und die Lebensfreude der Kinder und damit nicht zuletzt auch der ganzen Familie auswirkt. Ein weiterer Punkt ist, dass sich Kinder der heutigen Zeit häufig nicht mehr bewusst entspannen und fallen lassen können. Sie sind oft „wie getrieben“ und angespannt auf Grund des schulischen Drucks und der vielen Termine in der Freizeitgestaltung. 
Dieses Modul setzt also an der „psychischen Gesundheit“ an und soll dazu führen, dass sich Kinder ihrer Stärken bewusst werden und wie wertvoll sie eigentlich sind. Was wiederum dazu führen soll, dass sie auch in der Interaktion untereinander ein sozialeres Miteinander entwickeln sollen und das Verhaltensauffälligkeiten wie Impulsivität, geringe Frustrationstoleranz oder starke Unsicherheit reduziert werden. Die Kinder erhalten dazu Mediationstechniken zur Konfliktschlichtung sowie Strategiepläne zum Schutz des eigenen Selbstwertgefühls an die Hand. Abgerundet wird der Kurs durch Entspannungsübungen und Möglichkeiten der positiven Selbstinstruktion.


Der Kurs wird von qualifizierten Sonderpädagoginnen (mit Studienschwerpunkt Lernen und Verhalten) durchgeführt.